Sonnenverlauf im Kamerabild sehen

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Ein Diagramm sagt, dass die Sonne am 21. Dezember mittags 16° hoch im Süden steht. Ob sie dann über das Nachbarhaus reicht, siehst du am schnellsten, wenn der Sonnenbogen direkt im Kamerabild liegt. Genau das macht die Kameraansicht von SunPosition: Sie legt die Bahn des gewählten Tags und die beiden Sonnenwenden über das Live-Bild.

Diese Anleitung erklärt, was du dafür brauchst, wie du die Ansicht an der Sonne ausrichtest und wie du das Bild liest.

Was du brauchst

  • Ein Handy oder Tablet mit Kamera und Lagesensoren – am Rechner gibt es die Ansicht nicht
  • Einen aktuellen Browser; Kamera und Bewegungssensoren musst du einmal erlauben
  • Den Standort, an dem du stehst (GPS oder Adresse)
  • Für die genaue Ausrichtung: Sonne, die mindestens 5° über dem Horizont steht

1Kameraansicht öffnen

Tippe unten in der Navigation auf „Kamera“. Der Browser fragt nach der Kamera, das iPhone zusätzlich nach Bewegung und Ausrichtung – beides erlauben. Die Kamera startet nur auf deinen Tipp, nie von selbst, und SunPosition speichert oder sendet kein Bild.

Halte das Handy aufrecht im Hochformat, wie zum Fotografieren. Die gestrichelte Linie ist der Horizont, also 0° Höhe. Oben rechts schaltet ein Knopf auf Vollbild.

2An der Sonne ausrichten

Zuerst richtet sich die Ansicht nach dem Magnetkompass des Handys („Ausgerichtet nach dem Magnetkompass“). Der liegt neben Metall, Autos oder Stahlbeton oft 10–30° daneben – für die Frage „hinter welchem Baum?“ ist das zu ungenau.

Tippe deshalb auf „☀ An der Sonne ausrichten (genauer)“. Im Bild erscheinen ein Fadenkreuz und eine Linie mit der Sonnenhöhe. Schwenke das Handy nach oben oder unten, bis die Anzeige „Höhe passt“ meldet, dann seitlich, bis das Fadenkreuz auf der Sonne sitzt, und tippe „Sonne anvisiert“.

SunPosition kennt die Richtung der Sonne für Ort und Uhrzeit auf besser als 0,1°. Aus deiner Peilung ergibt sich damit echtes Nord, und die Ansicht läuft danach über den Kreisel des Handys weiter – unabhängig vom Magnetfeld. Weicht die Kamerahöhe mehr als 6° von der Sonnenhöhe ab, lehnt die App die Peilung ab: Dann war es nicht die Sonne, sondern etwa eine Spiegelung.

3Das Bild lesen

Nach dem Ausrichten liegen drei Bögen im Bild: die Bahn vom 21. Juni (gelb), die vom 21. Dezember (blau) und der Verlauf des gewählten Tags mit Stundenzahlen. Die Sonnenmarke zeigt die Sonne zur gewählten Uhrzeit; liegt sie außerhalb des Bildes, zeigt ein Pfeil am Rand, wohin du schwenken musst. Dazu stehen N, O, S und W am Horizont.

Mit dem Regler unter dem Bild schiebst du die Uhrzeit und die Sonnenmarke wandert auf dem Bogen mit; „Jetzt“ springt zurück. Datum und Ort stellst du wie gewohnt im Kopfband ein – etwa den 21. Dezember, um die tiefste Bahn zu prüfen.

Wo ein Baum, ein Dach oder ein Hang über einen Bogen ragt, steht die Sonne an diesem Tag zu dieser Uhrzeit dahinter. Liegt die Winterbahn frei, bekommt die Stelle das ganze Jahr über Mittagssonne.

4Grenzen und Fehlerquellen

Ohne Sonne keine genaue Ausrichtung: Nachts, bei geschlossener Wolkendecke und wenn die Sonne tiefer als 5° steht, bleibt der Magnetkompass. Meldet das Gerät keinen Kompass und ist die Sonne zu tief, kann die Ansicht nicht starten.

Der Kreisel im Handy driftet langsam. Nach etwa zehn Minuten oder wenn die Bögen sichtbar neben Dachkanten und Masten liegen, die du kennst, tippe auf „Neu anpeilen“.

Die Bögen gelten für die Stelle, an der du stehst. Zwei Meter weiter links sieht ein naher Baum schon anders aus – stell dich dorthin, wo später der Liegestuhl, das Fenster oder das Solarmodul sein soll.

Häufige Fragen

Warum sehe ich die Kameraansicht am Laptop nicht?

Sie braucht Lagesensoren, die melden, wohin das Gerät zeigt – die haben Handys und Tablets, aber kaum ein Laptop oder PC. Am Rechner zeigen Diagramm und Karte denselben Sonnenverlauf.

Wie genau ist die Kameraansicht?

Nach dem Ausrichten an der Sonne liegt der Fehler meist bei wenigen Grad: Die Sonnenrichtung ist auf besser als 0,1° bekannt, begrenzend sind das Peilen per Fadenkreuz und die Drift des Kreisels. Mit dem Magnetkompass allein sind neben Metall 10–30° möglich.

Speichert SunPosition das Kamerabild?

Nein. Das Bild bleibt im Browser, wird nicht aufgezeichnet und nicht übertragen; es dient nur als Hintergrund für die Bögen.

Quellen